So kalkulierst du App-Entwicklung realistisch – ohne böse Überraschungen.
App-Entwicklung: Was kostet das eigentlich – und warum weiß das kaum jemand genau?
Budgets scheitern nicht an der Technik. Sie scheitern an unrealistischen Erwartungen – und fehlender Planung.
Das Problem kennt fast jeder
"Wir brauchen eine App. So 30, 40k sollten reichen, oder?" – Wer diesen Satz schon mal gehört (oder selbst gesagt) hat, weiß, wo die Reise meistens hingeht. Nämlich genau dort, wo man nicht hinwollte: Über-Budget, unter Erwartung, und alle schauen sich gegenseitig an.
App-Entwicklung ist kein Fixpreis-Produkt. Das ist keine Ausrede, sondern Realität. Wer das früh versteht, macht vieles besser.
Wo das Geld wirklich draufgeht
Anforderungen, die sich während der Entwicklung ändern: Feature-Creep ist der teuerste Gast im Projektraum. Jede nachträgliche Änderung kostet das Drei- bis Fünffache gegenüber einer Entscheidung, die vor Entwicklungsstart getroffen wurde.
Fehlende Entscheidungsträger: Wenn Freigaben durch fünf Instanzen müssen und jede anders tickt, verliert das Team täglich Zeit – die auf der Rechnung landet.
Kein Puffer einkalkuliert: 20% Reserve ist keine Verschwendung. Die braucht man für unerwartete Integrationsprobleme, Plattform-Updates oder einfach die Reality-Check-Runde kurz vor Launch.
Backend unterschätzt: Die App selbst ist oft nur die Spitze des Eisbergs. API, Auth, Admin, Monitoring – das läuft unsichtbar, kostet aber sichtbar.
So sieht eine ehrliche Kalkulation aus
Schritt 1 – Scope vor Budget: Erst definieren, was die App können soll. Dann rechnen. Nicht umgekehrt.
Schritt 2 – Build vs. Buy entscheiden: Nicht alles muss selbst gebaut werden. Auth, Payment, Push – da gibt's ausgereifte Bausteine, die Wochen sparen.
Schritt 3 – MVP-Logik anwenden: Was braucht Version 1.0 wirklich? Und was ist eigentlich Version 2.0, das jetzt schon mitgeplant wird?
Schritt 4 – Laufende Kosten einplanen: App-Store-Gebühren, Hosting, Wartung, Updates für neue OS-Versionen – das hört nach dem Launch nicht auf.
Grobe Orientierungswerte
Die Spanne ist groß: Eine einfache App mit drei Screens und keiner Backend-Anbindung ist was anderes als eine B2B-Plattform mit SSO, Rollen und Offline-Sync. Marktüblich liegt man für eine professionelle MVP-App zwischen 40.000 und 120.000 Euro – je nach Komplexität, Team-Setup und Plattform.
Billigangebote unter 15k für "eine richtige App" sind fast immer entweder Offshore mit unbekannter Qualität oder deutlich abgespeckter Scope. Beides kann funktionieren – muss aber bewusst entschieden werden.
Das sagt die Praxis
Ein Handelsunternehmen aus dem Ruhrgebiet wollte eine Bestell-App für den Außendienst. Erster Kostenrahmen intern: 25k. Nach einem halbtägigen Discovery-Workshop mit markom.digital war klar: Offline-Sync, ERP-Anbindung, Rollen für 3 Nutzergruppen – das sind real 85k. Aber das Projekt wurde trotzdem grünes Licht – weil der ROI plötzlich sauber durchgerechnet war.
Checkliste: Vor der ersten Zahl
Scope schriftlich definiert (Use Cases, nicht Feature-Listen)
Plattform-Entscheidung getroffen (iOS, Android, beide?)
Build-vs-Buy für Kernfunktionen geprüft
Laufende Kosten im Businesscase drin
Puffer von mindestens 15–20% eingeplant
Stakeholder-Runde für Entscheidungen < 24h Reaktionszeit vereinbart
Wie's weitergeht
markom.digital macht keine Pauschalangebote aus der Schublade. Aber wir rechnen ehrlich durch – mit euch, nicht für euch. Wenn ihr wissen wollt, was euer Projekt realistisch kostet, fangen wir mit einem Workshop an.