UX-Checkliste für Apps: Von Onboarding bis Empty States.
App-UX: Warum die meisten Apps bei Onboarding und Empty States versagen
Gute UX ist nicht das, was du siehst – es ist das, was dich gar nicht erst stört.
Das eigentliche UX-Problem
Viele App-Teams verbringen Wochen damit, die Hauptfunktionen perfekt zu gestalten. Und dann gibt es den ersten App-Start: verwirrend. Oder den Zustand, wenn noch keine Daten da sind: leer. Oder die Fehlermeldung: kryptisch.
Diese Momente – Onboarding, Empty States, Fehlerzustände – sind nicht Randnotizen. Sie sind oft der erste echte Eindruck.
Onboarding: Der erste Eindruck, der zählt
Schlechtes Onboarding fragt direkt nach dem Start nach Kamera, Standort, Push – ohne Kontext. Gutes Onboarding erklärt erst den Nutzen, bittet dann um die Erlaubnis, und zwar erst wenn sie gebraucht wird.
Die Formel: Wert zeigen, bevor du etwas verlangst.
Und: So kurz wie möglich. Jeder zusätzliche Onboarding-Schritt kostet x% der Nutzer. Die Zahl ist je nach Zielgruppe unterschiedlich – aber sie ist immer positiv.
Empty States: Die unterschätzte Möglichkeit
Ein Empty State ist kein Fehler. Es ist eine Einladung. Wer eine leere Favoritenliste sieht mit dem Text "Keine Favoriten vorhanden", hat eine verpasste Chance. Wer stattdessen sieht "Noch keine Favoriten – tap here to find your first one", hat eine Conversion-Chance genutzt.
Empty States sollen nicht nur informieren. Sie sollen leiten.
Fehlerzustände: Ehrlich, aber menschlich
"Error 404" hilft niemandem. Eine gute Fehlermeldung erklärt, was passiert ist – in normaler Sprache. Und sie sagt, was als nächstes zu tun ist.
Fehler werden immer passieren. Wie die App damit umgeht, entscheidet über das Vertrauen der Nutzer.
Navigation und Informationsarchitektur
Tab Bar oder Drawer? Kommt drauf an. Als Faustregel: Bis 5 Hauptbereiche → Tab Bar. Mehr → Drawer oder Bottom Sheet Navigation. Und: Nicht mehr als 3 Ebenen tief ohne Breadcrumb oder Clear-Back-Path.
Checkliste App-UX
Onboarding-Flow auf maximal notwendige Schritte reduziert
Berechtigungsanfragen erst im Kontext stellen
Empty States für alle relevanten Bereiche designed
Fehlermeldungen in verständlicher Sprache formuliert
Navigation-Struktur mit echten Nutzern getestet
Alle kritischen User Flows mit 5 Testpersonen durchgespielt
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