Undokumentierte Prozesse lassen sich weder verbessern noch automatisieren, nur wiederholen, mit allen ihren Fehlern.
Bevor eine Digitalisierungs-Roadmap entsteht, muss klar sein, welche Prozesse ueberhaupt existieren, wie sie ablaufen, und wo sie sich unterscheiden von dem, was offiziell dokumentiert ist. Genau hier scheitern viele Digitalisierungsprojekte schon vor dem ersten Tool-Kauf.
Was eine brauchbare Prozessdokumentation ausmacht
Sie beschreibt den tatsaechlichen Ablauf, nicht den idealisierten. Sie benennt, wer fuer welchen Schritt verantwortlich ist. Sie zeigt Entscheidungspunkte und Ausnahmen, nicht nur den Happy Path. Und sie ist so kurz wie moeglich gehalten, ein zehnseitiges Dokument, das niemand liest, ist wertloser als eine einfache, aber gepflegte Uebersicht.
Von der Dokumentation zur Roadmap
Erst wenn Prozesse dokumentiert und mit echten Kennzahlen unterlegt sind, laesst sich eine Digitalisierungs-Roadmap priorisieren: Welcher Prozess kostet am meisten Zeit, welcher ist am fehleranfaelligsten, welcher liesse sich mit vertretbarem Aufwand automatisieren? Diese Reihenfolge, nicht die technische Machbarkeit allein, sollte die Roadmap bestimmen.
Ein realistischer Zeithorizont
Eine Roadmap ueber zwoelf bis vierundzwanzig Monate mit klar priorisierten Quartalen ist meist realistischer als ein einzelner grosser Big-Bang-Plan, der versucht, alles gleichzeitig zu digitalisieren.
Checkliste: Kernprozesse dokumentiert, Soll- und Ist-Zustand verglichen, Prozesse nach Zeitaufwand und Fehleranfaelligkeit priorisiert, Roadmap in realistische Etappen unterteilt, Verantwortliche pro Etappe benannt.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Unternehmen wollte eine umfassende Digitalisierungs-Roadmap erstellen, scheiterte jedoch zunaechst daran, dass die eigenen Kernprozesse nirgendwo verlaesslich dokumentiert waren, jede Abteilung hatte ein eigenes, leicht abweichendes Verstaendnis. Die ersten drei Monate der Roadmap-Erstellung flossen daher komplett in die Prozessdokumentation, bevor ueberhaupt eine Priorisierung moeglich war. Im Nachhinein erwies sich genau dieser Schritt als der wertvollste im gesamten Projekt, weil er Klarheit schuf, die vorher schlicht nicht existierte.
Digitalisierungs-Roadmap fuer euer Unternehmen? markom.digital hilft, Prozesse zu dokumentieren und daraus eine priorisierte, realistische Roadmap abzuleiten.