Legacy-Migration: Risiken, Übergangsarchitektur, Cutover-Plan.
Legacy-Migration: Wenn das alte System nicht einfach abgeschaltet werden kann
Eine Legacy-Migration ist kein Projekt. Es ist eine Reise mit unbekannter Länge.
Warum Legacy-Systeme so schwer zu migrieren sind
Sie sind oft nicht dokumentiert. Sie haben undokumentierte Abhängigkeiten. Sie enthalten Business-Logik, die niemand mehr vollständig versteht. Und: Sie laufen. Das macht es schwer, zu rechtfertigen, sie anzufassen.
"Never change a running system" – das ist kein technisches Prinzip. Es ist Angst.
Risikoarme Migrations-Strategie
Phase 1 – Verstehen: Erst das System vollständig verstehen, bevor etwas verändert wird. Dokumentieren, was es tut. Tests schreiben für das Verhalten, das erhalten bleiben muss (Charakterisierungstests).
Phase 2 – Strangler: Parallel das neue System aufbauen. Traffic sukzessive verschieben. Nicht alles auf einmal.
Phase 3 – Abschalten: Wenn der Strangler alles abgedeckt hat, das alte System abschalten. Nicht vorher.
Übergangsarchitektur
Für die Zeit, in der alt und neu koexistieren: Anti-Corruption Layer. Das neue System kommuniziert mit dem alten über eine Schicht, die die Legacy-Konzepte "übersetzt". So bleibt das neue System sauber.
Datenmigration
Datenmigration ist oft der schwierigste Teil. Schema-Unterschiede, Datenqualitätsprobleme, fehlende Referenzintegrität im alten System. Strategie: erst Daten bereinigen, dann migrieren. Nicht gleichzeitig.
Checkliste Legacy-Migration
Vollständiges Verständnis des Altsystems (Interviews, Code-Analyse)
Charakterisierungstests für kritisches Verhalten
Migrations-Strategie (Strangler Fig) dokumentiert
Anti-Corruption Layer für Übergangsphase geplant
Datenmigrations-Strategie separat konzipiert
Rollback-Strategie für jeden Migrations-Schritt definiert
Legacy-Migration planen?
markom.digital begleitet Legacy-Migrationen – von der Strategie bis zur Abschaltung des Altsystems.