Headless CMS: Wann es sich lohnt – und wann es Overkill ist.
Headless CMS: Wann es sich lohnt – und wann es Overkill ist
Headless ist kein Trend, dem man folgen muss. Aber für die richtigen Anwendungsfälle ist es genial.
Was "headless" überhaupt bedeutet
Ein traditionelles CMS (WordPress, Contao, TYPO3) liefert Inhalt und Frontend gemeinsam aus. Headless trennt das: Das CMS kümmert sich nur um Inhalt – über eine API. Das Frontend – Website, App, Digital Signage, was auch immer – holt sich den Content von dort.
Das gibt Freiheit. Aber auch Komplexität.
Wann Headless sinnvoll ist
Mehrere Frontend-Kanäle (Website + App + IoT-Display) sollen denselben Content nutzen. Das Frontend-Team will in React/Vue/Next.js entwickeln, unabhängig vom CMS. Performance ist kritisch und ein statisches Frontend bringt echte Vorteile.
Wann Headless Overkill ist
Für ein klassisches Unternehmens-Website-Projekt mit 50 Seiten und einem redaktionellen Team ist Headless meistens zu viel Aufwand. Die höhere Komplexität in Entwicklung, Hosting und Content-Workflow rechtfertigt sich nur, wenn der Nutzen klar ist.
Die gängigen Headless CMS im Vergleich
Contentful: mächtig, ausgereift, teuer bei größerem Nutzungsvolumen. Strapi: Open Source, selbst gehostet, sehr flexibel. Sanity: gutes Redaktionserlebnis, realtime-fähig. Storyblok: Visual Editor als Stärke, gut für redaktionell gepflegte Sites. Directus: datenbankgetrieben, sehr technisch.
Für viele mittelständische Projekte ist Strapi oder Storyblok eine gute Wahl.
Das Frontend-Setup
Häufig in Kombination mit Next.js (React) oder Nuxt.js (Vue). Static Generation für Performance, Server-Side Rendering für dynamische Inhalte. Hosting über Vercel, Netlify oder selbst gehosted.
Checkliste Headless-Entscheidung
Anforderung: mehrere Kanäle oder Flexibilität im Frontend?
Redaktionelle Workflows geklärt (Headless ist für Nicht-Techniker oft schwieriger)
Hosting- und Betriebskonzept für Frontend und CMS definiert
Preview-Funktion für Redakteure berücksichtigt
Kosten für SaaS-CMS bei erwartetem Volumen kalkuliert
Unsicher ob Headless für euer Projekt passt?
markom.digital berät bei der CMS-Auswahl – ohne Lieblingstechnologie, sondern passend zum Projekt.