ETL oder API? Entscheidungshilfe für Datenflüsse.
ETL vs. API: Wann Batch, wann Echtzeit?
Nicht jeder Datenaustausch braucht eine API. Manchmal ist ein nächtlicher Export die bessere Wahl.
Der Unterschied in der Praxis
API (real-time/near-real-time): System A fragt System B, wenn es die Information braucht. Oder System B benachrichtigt System A, wenn etwas passiert (Webhook). Daten sind immer aktuell. Nachteil: höhere Komplexität, beide Systeme müssen gleichzeitig verfügbar sein.
ETL (Extract, Transform, Load): System A exportiert Daten zu einem definierten Zeitpunkt. System B importiert diese Daten. Daten sind so aktuell wie der letzte Transfer-Zyklus. Vorteil: einfacher, robuster gegen Ausfälle des Quellsystems, gut für große Datenmengen.
Wann ETL die richtige Wahl ist
Wenn Daten täglich oder stündlich transferiert werden sollen und Echtzeit nicht nötig ist. Wenn große Datenmengen übertragen werden müssen. Wenn das Quellsystem keine API hat. Wenn eine einfache, wartungsarme Lösung gewünscht ist.
Wann API besser ist
Wenn Echtzeit-Daten nötig sind (Lagerbestand, Preise, Bestellstatus). Wenn auf spezifische Ereignisse reagiert werden soll. Wenn bi-direktionaler Datenfluss nötig ist.
Hybrid-Ansatz
Häufig ist die Antwort: beides. ETL für den Bulk-Datentransfer (z.B. Produktdaten einmal täglich), API für Echtzeit-Events (z.B. Bestellstatus-Änderungen).
Checkliste ETL vs. API
Anforderungen an Aktualität der Daten definiert
Datenvolumen geschätzt
Verfügbarkeits-Anforderungen beider Systeme berücksichtigt
Bi-direktionaler Datenfluss oder nur uni-direktional?
Fehlerbehandlung für Transfer-Ausfälle definiert
Datenintegrations-Strategie entwickeln?
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